Es gibt zahlreiche Möglichkeiten zur Steuerung der Beschichtungseigenschaften, wie oben beschrieben. Am Produktionsstandort lassen sich Beschichtungsdichte, Beschichtungsschichtgewicht und pH-Wert der Beschichtung steuern.
1 Die Beschichtungsdichte
Die Beschichtungsdichte kann mit einem Dichtemessgerät (Hydrometer) oder volumetrisch bestimmt werden.
Die Beschichtungsdichte gibt Aufschluss über den Verdünnungs- und Steifigkeitsgrad. Bei bestimmten Bürstverfahren entspricht sie der tatsächlichen Beschichtungsdicke auf einem Schaumstoffmodell, also der Dicke der Beschichtungsschicht. Sie ist eine wichtige Eigenschaft der Beschichtung und sollte daher kontrolliert werden.
Viele Gießbeschichtungen werden vor Ort mittels Fließbecherviskosität geprüft. Dadurch lässt sich der Verdünnungs- und Steifigkeitsgrad steuern. Allerdings ist die Viskosität von wasserbasierten Beschichtungen, die im Feingussverfahren hergestellt werden, aufgrund ihrer hohen Thixotropie eine merkliche Flüssigkeit mit einem bestimmten Biegewert. Ihre Fließbecherviskosität ist daher anders zu prüfen. Aus diesem Grund wird in der Produktion die Beschichtungsdichte genutzt, um den Verdünnungs- und Steifigkeitsgrad zu steuern.
2. Gewicht der Beschichtungsschicht
Am Produktionsstandort kann das Gewicht (G1) des Rohmodells (Schaumstoffmodell) gemessen werden. Nach dem Lackieren kann das Gesamtgewicht des Rohmodells inklusive Lackierung (G2) nach dem Trocknen der Beschichtung ermittelt werden. Die Differenz zwischen G2 und G1 ergibt das Gewicht G der Lackschicht. Bei der Herstellung bestimmter Produkte lässt sich anhand des Gewichts G die Lackdicke abschätzen.
3. Der pH-Wert der Beschichtung
Die wasserbasierte Beschichtung im Schmelzverfahren verwendet hauptsächlich Bentonit als anorganisches Bindemittel. Zusätzlich werden verschiedene organische Bindemittel beigemischt. Der pH-Wert der Beschichtung beeinflusst deren Stabilität und Leistungsfähigkeit und sollte daher kontrolliert werden.
Der pH-Wert der Beschichtung kann mit pH-Testpapier überprüft werden.